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Person, die einen Globus hält

Bei Klimagerechtigkeit geht es um Menschen UND unseren Planeten

Grünes Blatt Hintergrund
Die Klimakrise ist da! Und es wird schlimmer. Wir brauchen jetzt eine Klimapolitik, die unserem Planeten und den Menschen, die darauf leben, gerecht wird. Für die nächsten sieben Generationen.

Von steigenden Oberflächentemperaturen bis hin zu steigenden Asthmaerkrankungen: Die Klimakrise macht sich bemerkbar. Und die Lage verschlechtert sich. Wissenschaftler*innen erklären, dass unser Zeitfenster, um die globale Erwärmung unter 1,5 °C zu halten, kleiner wird [1]. Mit Waldbränden und steigenden Meeren lässt sich nicht verhandeln. Genauso wenig mit überfluteten Städten oder verlorenen natürlichen Lebensräumen. Nur Menschen können den menschengemachten Klimawandel verlangsamen. Wenn wir den nächsten sieben Generationen eine gesunde Zukunft ermöglichen wollen, müssen wir uns von fossilen Brennstoffen abwenden. Wir müssen in eine Wirtschaft mit erneuerbaren Energien investieren, bei der die Gesundheit von Menschen und Umwelt im Vordergrund steht – und nicht gesunde Profite für den fossilen Energiesektor. Wir brauchen eine Klimapolitik, die unserem Planeten und allen seinen Bewohner*innen gerecht wird. Insbesondere den marginalisierten Bevölkerungsgruppen und Menschen vor Ort, die am stärksten von der Klimakrise betroffen sind. So können wir heute eine sicherere, gerechtere Welt und eine gesündere Klimazukunft für die nächsten sieben Generationen schaffen. 

Wir müssen die Ära der fossilen Brennstoffe beenden  

Wenn die Erderwärmung unter 1,5 °C bleiben soll, brauchen wir fundamentale Veränderungen in den Systemen, die unsere Energie und alle Art von Produkten produzieren. Der einzige Weg, die globale Erwärmung zu verlangsamen und heutige wie auch künftige Generationen zu schützen, besteht darin, fossile Energieträger in der Erde zu lassen und in einen fairen Umstieg auf erneuerbaren Energien zu investieren. Projekte mit fossilen Brennstoffen sind katastrophal für die Gesundheit und Rechte der direkt betroffenen Menschen. Wir bitten US-Präsident Biden, die Pipeline Line 3 zu stoppen. Und wir fordern internationale Entscheidungsträger*innen dazu auf, sich von fossilen Brennstoffen abzuwenden und in erneuerbare Energien zu investieren.

So können wir auf eine saubere Energiewirtschaft umsteigen. Hier sind einige wesentliche Schritte, zu denen wir aufrufen möchten:  

  1. Fossile Brennstoffe müssen im Boden bleiben: Wir können keinen fairen Übergang umsetzen, wenn weiterhin verschmutzende fossile Brennstoffe extrahiert und verbraucht werden. Wir müssen fossile Energieträger im Boden lassen. Staatliche Unterstützung und Zuschüsse für das Extrahieren fossiler Brennstoffe müssen beendet werden. Das ist der Schlüssel, um die von Wissenshaftlern und dem Gremium Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) definierten Klimaziele erreichen zu können.  

  2. Unsere veraltete, auf fossilen Brennstoffen basierte Infrastruktur braucht eine Transformation: Diese Transformation beginnt mit einer Infrastruktur, die erneuerbare Energien für alle sowie ein umweltverträglicheres Transportwesen ermöglicht. Dabei geht es nicht nur um Elektrizität. Es geht um den Aufbau einer neuen Wirtschaft, die auf den Prinzipien von Gleichheit und Gerechtigkeit basiert.  

  3. Die Kreislaufwirtschaft muss gefördert werden:  Wir müssen unbedingt Abfall durch Einwegverpackungen verhindern und effizientere und nachhaltigere Systeme für Wiederverwendung, Recycling und Kompostieren entwickeln. Doch ohne Schritt 1 und 2, also das Belassen fossiler Brennstoffe im Boden und die Transformation der darauf aufbauenden Systeme, wird uns keine Innovation in eine Kreislaufwirtschaft bringen.

Botschafter des Wandels 

Wir haben uns schon immer dafür engagiert, Wandel voranzutreiben und ein Bewusstsein für die Anliegen zu schaffen, die uns am Herzen liegen – von der Transparenz bei Inhaltsstoffen bis hin zum Umstieg auf 100 % erneuerbare Energien. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Aktivist*innen für Klimagerechtigkeit auf der ganzen Welt Maßnahmen für heutige und künftige Generationen einzufordern.

Um unseren Beitrag zu leisten, arbeiten wir bei Sieben Generationen ständig daran, unsere Produkte nachhaltiger zu machen, unseren CO2-Fußabdruck zügig zu reduzieren und bis 2025 ein Zero-Waste-Unternehmen zu werden. Wir stehen voll und ganz hinter dem Kampf für Klimagerechtigkeit und wir nutzen weiterhin unsere Plattform, um den Menschen, die direkt von der Klimakrise betroffen sind, mehr Gehör zu verschaffen.  Und wir engagieren uns weiterhin für Frontline-Communitys und unterstützen ihre Arbeit für Klimagerechtigkeit.

Was sind die nächsten Schritte? 

Wir können das nicht allein schaffen. Die Klimakrise ist ein massives, systemisches Problem, das über viele Jahre entstanden ist. Nur mutiger, systemischer Wandel kann uns helfen, die schwerwiegendsten Folgen zu vermeiden und eine gesündere Zukunft aufzubauen. Darum ist es so wichtig, dass Unternehmen über Nachhaltigkeit hinausgehen und sich dazu verpflichten, wissenschaftlich und rechtlich fundierte Klimalösungen voranzutreiben.

Doch das reicht noch nicht. Inzwischen steht außer Frage, dass der Klimawandel die dringendste Herausforderung ist, mit der wir heute konfrontiert sind. Wissenschaftler*innen warnen [2]: Das Zeitfenster für unsere Chance, die schädlichsten Gesundheits- und Umweltfolgen durch das Verbrennen fossiler Energieträger aufzuhalten, schließt sich. Darum ist jetzt die Zeit für mutiges Handeln. Wir können es schaffen, wenn wir es gemeinsam angehen. Fangen wir an. Jetzt.  

[1] https://www.climaterealityproject.org/blog/why-15-degrees-danger-line-global-warming 

[2] https://www.bbc.com/news/science-environment-48964736